Der beste Freund einer unserer Schwager hatte vor einiger Zeit seinen 50. Geburtstag gefeiert. Da der Schwager ihm eine besondere Freude machen wollte, hat er mich gefragt, ob ich ihm eine Torte machen könne. Da ich den "jungen" Mann auch kenne und weiß, dass er in einer Band spielt, war natürlich gleich eine Torte in Form einer Gitarre im Gespräch. Also gesagt, getan, der Schwager hat noch schnell die Frau des zu Beschenkenden kontaktiert und gefragt welche Gitarre er den hätte, damit frau auch weiß, was in etwa es sein sollte. Dann habe ich mir im Internet einige Photos einer Takamine-Gitarre gesucht, und auch gefunden, noch einige Zutaten in Holland bestellt und zwei Tage vor der geplanten Party ging es dann konkret los.
(Seid mir bitte nicht böse, aber es folgen arg viele Bilder)
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dies ist nur unsere Gitarre, die mir als Grundgerüstvorlage diente, eine Takamine haben wir nicht |
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es waren zwei Böden nötig, so eine Gitarre ist schon arg groß... |
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aus diesem Rest habe ich dann noch den Hals geschnitten |
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hier bin ich noch mit einigen Vorarbeiten beschäftigt |
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dies sind die "Nupsis", an denen die Saiten befestigt sind |
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das ist die Füllung, eine Eigenkreation mit anpürierten Kirschen (ein ganzer Kern war auch noch drin, wie mir später berichtet wurde) |
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die übliche Ganache (auch die musste in doppelter Menge her) |
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so sah das Grundgerüst aus. Den Körper habe ich aufgeschnitten und mit der Füllung bestrichen |
Jetzt ergab sich aber das Problem, dass ich gar keine Unterlage oder Platte hatte, die auch nur annähernd groß genug gewesen wäre um die Gitarre zu beherbergen. Also kurzerhand GöGa eingespannt, dreimal hin und her überlegt, drei Platten Laminat zusammengeklickt, einen Rahmen druntergebaut, et voila, schon ist eine (RIESEN-) Platte fertig. Nochmals vielen lieben Dank, Schatzi!!! Der Hygiene wegen, habe ich die ganze Platte noch mit Alufolie bezogen.
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anschließend das ganze mit Ganache umhüllt |
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hier sieht man schon die erste Schicht Fondant (zart in elfenbein eingefärbt) |
Tja, und dann war ich so in meiner Arbeit vertieft, dass ich doch tatsächlich vergessen habe zwischenzeitlich mehr Photos zu machen. Das mit der Farbe war aber auch zu nervig. Einen Teil der Farbe habe ich mit dem Pinsel aufgetragen, dann wollte ich das noch am Rand geschickt mit der schwarzen Lebensmittelfarbe in der Sprühdose schattieren (die Betonung liegt auf WOLLTE) - die hat aber so weit gestreut, dass ich in der Mitte keine helle Stelle mehr hatte. Also habe ich versucht die Farbe von der Mitte wieder runterzukriegen... die Torte hat mich einige Nerven gekostet, das dürft ihr mir glauben.
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hier mal ein Zwischenstand |
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und aus anderer Perspektive |
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hier sieht man leider schon den hässlichen Buckel am Hals der Gitarre. GöGa meinte noch, ich solle nicht versuchen den Hals etwas höher zu machen, aber ich wollte ja mal wieder nicht hören. Beim nächsten Mal hör ich dann aber... |
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hier das fertige Produkt |
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und noch ein Detailphoto |
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und noch eines |
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tja, und noch eines halt... |
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und nochmal aus anderer Perspektive
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mit diesem Bild als Vorlage habe ich übrigens gearbeitet.
Ich hoffe Euch gefällt mein Werk.
Liebe Grüße, Eure Steffi
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